Kindertheater

Erstmals wird die Kolping-Theatergruppe im Jahr 2017 ein plattdeutsches Kindertheaterstück aufführen:

Wir wagen was Neues!
Malte, Rieke, Carolina und Nora üben zusammen mit Heike Wübben, Hedy Beckmann und Brigitte Jansen,
ein plattdeutsches Kindertheaterstück

"AN DER ARCHE UM ACHT" von Ulrich Hub,
ein. Durch das Malen der Bilder sollen die Kinder mit den
Inhalt des Stückes vertraut gemacht werden.

Drei Pinguine stehen am Südpol und debattieren über die Existenz Gottes. Niemand hat den Herrn gesehen, der die Regeln aufstellt, an die sich alle zu halten haben und der angeblich der Schöpfer der Welt ist. Zugegeben, sehr einfallsreich war Gott bei der Antarktis nicht gerade und viel Mühe hat er sich bei den Pinguinen auch nicht gegeben, denn sie sind weder echte Vögel noch Fische. Der kleine Pinguin jedenfalls will den wunderschönen Schmetterling, bei dem Gott offenbar seine kreativen Fähigkeiten fantasievoller eingesetzt hat, abmurksen. Doch wie heißt es in der Bibel: Du sollst nicht töten. Gott hört alles, sieht alles, ist gerecht und verteilt die Strafen. Die beiden Pinguine verhindern jedenfalls, dass der dritte dem gelben Schmetterling etwas antut. Dann setzt sich der kleine Pinguin versehentlich auf den Schmetterling und fühlt sich mies.
Das Gezänk der drei endet als der kleine Pinguin die Nase von den Belehrungen seiner Freunde und Gott endgültig voll hat. Mutterseelenallein verschwindet er in Eis und Schnee. Dann geschieht ein Wunder: Gott macht sich bemerkbar. Er verkündet durch eine dicke Taube, dass er eine Sintflut schicken wird, denn er kann die ewigen Streitereien der Menschen und Tiere nicht mehr ertragen. „Aber muss es denn gleich eine Sintflut sein?“, fragen sich die besorgten Pinguine. Gott lässt nicht mit sich reden, verkündet die Überbringerin der Nachricht. Sie verteilt die Tickets und mahnt pünktlich an der Arche um Acht zu sein. Dabei grübelt die beschäftigte Taube unablässig. Sie hat irgendwie das dumpfe Gefühl, vor jeder Reise geht das nicht nur Tauben so, dass sie etwas Wichtiges vergessen hat.
Die Verantwortung für die gesamte Gattung Pinguin lastet nun auf den Schultern der beiden Tiere. Hartnäckig meldet sich das Gewissen der Freunde. Um langen wie unnötigen Diskussionen zu entgehen, schlagen sie den dritten Pinguin bewusstlos und verfrachten ihn unsanft in einem großen Koffer. Da auf der Arche nur Handgepäck erlaubt ist, wäre beinahe bei der strengen Gepäckkontrolle alles aufgeflogen. Genau zum richtigen Zeitpunkt bricht die Sintflut herein und die Taube hat keine Zeit mehr für verdächtige Utensilien an Bord. Alle Tiere müssen auf der Überfahrt schlafen, was den Antilopen neben den Löwen doch schwer fällt. Die Löwen wachen vom Geschrei der Pinguine auf, denn die drei Herren im Frack glauben, dass sie auf einem Luxusdampfer unterwegs sind. Irren ist nicht nur menschlich. Und schon folgt die typische Kinderfrage: „Und wann sind wir da?“

Unaufdringlich, unpädagogisch und unbeschwert führen die drei Tiere einen theologischen Disput über das göttliche Gesetz, menschliche Nächstenliebe, über Glauben und Nicht-Glauben, Schuld, Moral, Sünde, die Gebote und den Gottesbeweis.
Ulrich Hub erzählt diese lebendige Geschichte von Noah, der Arche und der legendären Sintflut aus
der Sicht der Pinguine mit viel Witz und trockenem Humor.